Reinigung und Pflege für die Hände? Die Handwaschpaste!
Was früher die Sandseife war, ist heute die Handwaschpaste. In immer neuen Rezepturen wurde sie im Laufe der Zeit auf die individuellen Bedürfnisse der Benutzer angepasst. Beliebt in der Industrie und im Privathaushalt.
Unsere Hände sind häufig der erste Berührungspunkt, den wir mit unseren Mitmenschen haben. Dieser Augenblick kann entscheidend dafür sein, ob wir einen guten oder schlechten Eindruck beim Gegenüber hinterlassen. Deshalb waren die Menschen, die einen bleibenden guten Eindruck hinterlassen wollten, darauf bedacht, gepflegte und saubere Hände zu haben.
In dem alten Wort Sandseife steckt der Inhalt der ursprünglichen Paste. Sie wurde aus Seife hergestellt, der feiner Sand beigemischt wurde. Die Seife hatte die Aufgabe, den Schmutz chemisch zu lösen, und der Sand hat mechanisch nachgeholfen. Es wurde sehr feiner Sand beigemischt, so dass die Seife bis in die feinen Hautporen eindringen konnte und so die Hände wirklich richtig sauber wurden.
Heute heißt dieses Produkt nicht mehr Sandseife, sondern Handwaschpaste. Sie enthält nur noch in manchen Rezepturen Sand und es ist auch nicht mehr unbedingt Seife darin enthalten.
Anwendung finden Handwaschpasten in Bereichen, in denen die Hände mit starken Verunreinigungen in Kontakt kommen, die mit einer herkömmlichen Seife nicht richtig entfernt werden können.
Die Handwaschpaste wird von den meisten Benutzern täglich - oft auch mehrmals täglich - angewendet. Das strapaziert die Hände und kann sogar Allergien hervorrufen. Durch die mechanische Wirkung werden der Haut immer wieder kleine Verletzungen zugefügt, die Entzündungen hervorrufen können. Deshalb wurde an der Paste geforscht und gearbeitet, um Zusammensetzungen zu finden, die die Hände so schonend wie möglich behandeln und trotzdem den Schmutz effektiv bekämpfen.
Heute werden die gängigen Handwaschpasten aus einer Mischung reinigender und pflegender Substanzen hergestellt. Die Inhaltsstoffe sind Zitronensaft, der bleicht, pH-neutraler Ersatz für die Seife und Panthenole, die der Haut die Feuchtigkeit zurückgeben. So wird die Handpflege auch bei extrem schmutzintensiver Arbeit ein leichtes Spiel.
Handwaschpasten gibt es für die Industrie in Eimern zu kaufen. Damit die Paste einfach entnommen werden kann, gibt es spezielle Spender.
Privathaushalte bekommen sie meist in praktischen Tuben und Töpfen mit Schraubverschluss. Menschen mit Allergien können sich ihre eigene Rezeptur in der Apotheke zusammenstellen lassen.
Sollte die Paste einmal eintrocknen, weil sie nicht verschlossen wurde oder zu lange nicht benutzt wurde, kann sie einfach mit Wasser wieder geschmeidig gemacht werden.