Ein Alptraum für Mieter: Schimmel in der Wohnung
Der Schrecken ist groß, wenn man daheim plötzlich modrigen Geruch wahrnimmt und unansehnliche kleine oder größere dunkle Flecken an Wänden und Decke entdeckt: Schimmel in der Wohnung!
Das tatsächlich Fatale ist hierbei nicht etwa die gestörte optische Harmonie von Tapeten und anderen Wandmaterialien, sondern die in hohem Maße gesundheitsschädigende Wirkung der Schimmelsubstanz. Die in der Luft herumschwirrenden Schimmelsporen lösen nach dem Einatmen Reaktionen wie Schnupfen, Erbrechen und Durchfall aus. Dabei ist bereits eine relativ geringe Menge von einhundert Sporen pro Kubikmeter gesundheitsbedenklich. Eine Vermutung von Wissenschaftlern ist zudem, dass einige Arten von Schimmelpilzen, die an Nahrungsmitteln entstehen, Krebs verursachen können.
Grund für die Entstehung von Schimmel in der Wohnung ist Feuchtigkeit. So ist Schimmelbefall in den meisten Fällen auf zu hohe Luftfeuchtigkeit zurückzuführen. Noch bevor der erste Schimmelfleck auftritt, sollte man vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Um die Schimmelgefahr zu verringern, muss in Wohnräumen ein häufiger Luftaustausch gewährleistet werden. Eine ständige Kippstellung der Fenster bringt hierbei wenig. Empfohlen wird drei bis viermal täglich eine Viertelstunde lang stoßzulüften. Zusätzlich ist es wichtig, die Wohnung in ausreichendem Maße zu beheizen. Grund hierfür: Bei Kälte erhöht sich die Luftfeuchtigkeit, was wiederum zu einer schnelleren Schimmelbildung führen kann. Eine Zimmertemperatur von 18-20 Grad ist für Wohnräume ideal. Warme und kältere Wohnbereiche müssen durch geschlossene Türen voneinander getrennt werden.
Insbesondere kühle Wandflächen, beispielsweise Außenwände, sind von Schimmelflecken betroffen. Schimmel in der Wohnung kann nur ordnungsgemäß bekämpft werden, wenn die Ursachen erkannt und beseitigt werden. Bei der Schimmelentfernung ist stets auf das Tragen entsprechender Kleidung, eines Mundschutzes sowie einer Schutzbrille zu achten. Bei kleineren mit Schimmel befallenen Flächen bis zu einem halben Quadratmeter empfehlen Experten ein dreimaliges Abtupfen mit einer Mischung aus Alkohol und 3 % Salizylsäure. Anschließend werden die Partikel abgesaugt und entsorgt. Bei großflächigem Schimmel sollte man sich an Spezialisten wenden. In jedem Fall ist der Vermieter vom Schimmelbefall zu unterrichten.